Tiberias, die Perle Galiläas, wurde im Jahre 18 n. Chr. von Herodes Antipas, Sohn von Herodes d. Gr. gegründet und nach dem römischen Kaisers Tiberius benannt. Tiberias wurde Galiläas Hauptstadt, an Stelle von Sepphoris (Zipori). Die heißen Quellen waren schon im Altertum berühmt, auch Rabbi Akiba kam zur Badekur her.
Ab Ende des 2. Jahrhunderts, 500 Jahre lang, war die Stadt Zentrum des jüdischen Lebens im Land, eine Zeit lang mit Sitz des Sanhedrins. Damals gab es hier über 30.000 Einwohner. Im 4. Jahrhundert wurde hier der "Jerusalemer" Talmud vollendet. Im 8. Jahrhundert wurde hier die, auch heute geltende Hebräische Vokal-Punktation geprägt.
614 n. Chr. eroberten die Perser mit Hilfe der Juden das Land von den Byzantinern . Kurz darauf eroberten diese das Land zurück und bestraften die Juden. Viele verließen Tiberias. Bei Ankunft der Kreuzfahrer war die jüdische Gemeinde in Tiberias gering, auch infolge eines Erdbebens im 11. Jahrhundert. Nach wechselhaften Kämpfen verjagten die Mamelucken (1247) die Kreuzfahrer endgültig aus der Stadt, damals ein erbärmliches Dorf.
So blieb es in der ottomanischen Epoche, bis im 18. Jahrhundert der Rabbiner Haim Abulafia eine erneuerte jüdische Gemeinde gründete. Ihn förderte Daher al-Omar, ein Rebell gegen das ottomanische Regime und Herrscher von Galiläa genannt.
Vor dem Unhabhängigkeitskrieg gab es 11.000 Einwohner in der Stadt, davon 7.000 Juden. Tiberias hat heute 35.000 Einwohner und wurde zu einem wichtigen Zentrum für Urlauber und christliche Wallfahrer .
Wir fangen diese Tour im Parkplatz, gegenüber dem Sironit Strand, an. In dessen südlichem Teil wurden Ruinen einer römischen Basilika gefunden. Diese war zuerst ein römisches Gericht und wurde dann später zu einer Kirche umfunktioniert.
Eine Staubstrasse führt von dort zu einem gedeckten Markt, Badehaus und der Hauptstraße. Das Badehaus wurde überdacht und hier im Schatten kann man Säulen des Marktes erkennen. Die Granitsäulen waren Teil der römischen Hauptstraße, Cardo genannt. Seine Nord - Süd - Axe war ein Treffpunkt für die Einwohner und an beiden Seiten von Geschäften flankiert
Gehen Sie nun dem nördlichen Teil der Staubstrasse entlang, bis Sie zu den Ruinen eines römischen Theaters kommen. Etwa 150 m südlich des Theaters stehen die Ruinen einer Mauer von
einer grossen Konstruktion, vermutlich ein Wasser-Reservoir, aus der früh-arabischen Zeit. Etwas weiter südlich kann man ein sehr gut erhaltenes Stück des römische Aquaduktes erkennen.
Überqueren Sie nun vorsichtig die Hauptstraße, um auf der andern Seite die Ruinen des alten Hafens von Tiberias zu sehen. Sie sind etwa 200 m lang, südlich des öffentlichen Strandes. Von diesen ist aber nicht mehr viel übrig. Am Nordende des Hafens befindet sich die byzantinische Stadtmauer.
Wenn Sie immer noch Zeit und Lust haben, können Sie auf den Berenice Berg klettern oder fahren, welches der hohe Berg ist, über den Ruinen. Archäologen suchen auf dem Berg nach dem Palast der Königin Berenice (sie war so schön, daß Titus sich in sie verliebte). Kürzlich hat man dort die Ruinen einer großen byzantinischen Kirche gefunden.
Als Ausgangspunkt ist die große Al-Omri-Moschee empfohlen. Sie wurde im IX. Jahrhundert von Daher al-Omar dem Beduinen-Herrscher Galiläas erbaut. der Tiberias mit Mauern befestigte.
Gehen wir durch die von Cafes umgebene Habanim-Straße, vorbei am Wachturm, Teil der alten Stadtmauer. Eine weitere Mauerruine steht hinter dem "Hamaschbir-Lazarchan"-Kaufhaus. Uberqueren wir die Hauptstraße und gehen wir zur Benzinstation "Sonol" hinauf, von wo die TiberiasZitadelle emporragt. Am Wege links: das Tor zur Alliance-Schule mit Widmungstafel vom Jahre 1925.
Der Sohn von Daher al-Omar baute hier sein Schloß, dessen vier großen Zitadellentürme gut erhalten sind. Die Straße abwärts, an Galerien und Restaurants vorbei, sehen wir eine Ruine mit großem Bogen: Das Serail das türkische Statthalter - Haus. Weiter geht es zur wunderschönen "Mejuchas"-Jugendherberge, gebaut 1896 als "Hotel Tiberias", wo angesehene Galiläa-Reisende verweilten.
Ehe wir die (Gdud-Barak)-Straße überqueren, betrachten wir das Schottische Spital, erbaut 1894 von einem schottischen Arzt und Missionar, der zum Gesundheitswesen in Galiläa beitrug.
Hinab zu der 1934 gebauten Seepromenade und ihren Fischrestaurants. Es empfielt sich hier die Kirchen "St. Peter" und "Casa Nova", die weiße Moschee und die Synagogen "Senior" und "Ez Haim" zu besuchen.
Links die maronitische Kirche, daneben eine chassidische Synagoge, dann der archäologische Park, wo die Touristen - Information ist. Der Rundgang endet in der neuen Fußgängerzone.
Hamat, am Gestade des Sees Gennezareth, war schon im Altertum seiner Heilquellen wegen berühmt. Die Wassertemperatur ist beim Entspringen ca. 61 Grad. Am Ort wurden vier Synagogen aus dem 1. bis 8. Jahrhundert freigelegt, eine über der anderen.
In einer der Synagogen wurden schöne Mosaikböden entdeckt. Im Hauptsaal ist die Bundeslade nebst siebenarmigen Leuchtern, Palmzweig und Räucherpfanne dargestellt. In der Mitte Helios mit Wagen, umgeben vom Tierkreis .
Die Kuren der modernen Quellen sind auch heute berühmt. Über den Quellen gibt es moderne Badehäuser, die Ruhe und Schwimmen ganzjährig, im warmen Wasser der Schwimmbecken unter Dach, ermöglichen.
Auch nicht nur einen Moment wird Tiberias Sie langweilen Die Hotels "Galei Kinneret", "Plaza", "Caesar", "Jordan River", "Ganei Hammat" und "Quiet Beach", fördern und organisieren abwechslungsreiche Unterhaltung, wie Gesang und Tanz, und Vergnügungsprogramme.
Freunde von Tanzklubs sind in die "Palladium"-Disko eingeladen, dem Hotel Caesar gegenüber: sonntags hauptsächlich für Unverheiratete, dienstags für die "über dreißig". Der "Lipstik"-Klub, Jehuda-HalevyStr. hat jeden Tag ein besonderes Programm. Die "Marina Kinneret" hat im 2. Stock eine neuartige und lebhafte Disko. Das Seegebiet ist auch "Land der Volkst-änze": Jeden Mittwoch im Kibbuz Ginnosar, Montag abends in Bet Sera, Samstag abends am "Quiet Beach" und an vielen anderen Orten.
Pubs und Cafes sprühen vo Lebensfreude in der Fußgängerzone im Stadtzentrum und im Bootshafen bis in die Morgenstunden. Weitere Pubs gibt es in der Hakischon- und del Habanim-Straße. Das"Petra"-Pub, Restaurant und -Disko am See, befinden sich zwischen den Turm-Ruinen der Altstadt.
Die Rebekka-Galerie, zwischen den alten Mauern, und daneben das Tiberius-Restaurant kombinieren alt, wie auch neu und schmackhaft. In Sommernächten vergnügt man sich in einer schwimmenden Disko. Dienstags gibt es Nachtschwimmen in den Hame Tiberias, eine Besonderheit von Tiberias. Diese berühmten, heißen Heilquellen sind mit allem für den Spaß erforderlichem ausgestattet. Das warme Wasser und die Schwimmhalle ermöglichen das Baden zu allen Jahreszeiten.
Seit die Stadt vor fast 2000 Jahren gegründet wurde, war sie nicht nur weltliches und geistiges Zentrum, sondern auch bekannt für ihre Geschäfte. Ihre Märkte und ihr Angebot hatten schon immer einen guten Namen und die Händler und Geschäfte waren im ganzen Land bekannt. Die Stadt hat zwei Hauptadern, die Galiläa- Straße, welche die Hauptstraße der Stadt ist und die Banim Straße, welche zur Altstadt führt. In der Fußgängerzone HaBanim gibt es vor allem Restaurants, Pubs, Kaffeehäuser und einige Modegeschäfte. Eines davon ist das "Tik Vatik", welches Lederwaren führt. Die Galiläa-Strasse ist bekannt für ihre Modegeschäfte.
Das Warenhaus "Lev Hair" welches sich hinter dem Park befindet hat u.a. ein Reisebüro, Modeläden, einen Buchladen und eine Bowling-Anlage. Wer gerne gut isst, kann bei "Nitza und Moshe" einkehren.
In Tiberias befindet sich eine Diamantenschleiferei,"Caprice". Dort kann man Führungen machen, die Schleifer bei der Arbeit sehen und einen Film anschauen. In der Jarden Straße ist eine Filiale der Diamantenbörse und in der Fußgängerzone ist ein weiteres Schmuckgeschäft "Keren Or". Tiberias wird auch die Kunstliebhaber nicht enttäuschen. In der Donna Grazia Straße befinden sich mehrere Galerien, wo lokale Künstler ausstellen. Der Fischmarkt ist eine Attraktion für sich. Frische Fische werden ausgestellt und am Morgen kann man zuschauen, wie die Händler mit den Fischern um den Preis feilschen.
Wem jetzt noch etwas fehlt, der wird alles im Warenhaus "Hamashbir Lezarchan" finden, mitten in der Stadt.
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