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Landschaften und Städte

Jerusalem

Hauptstadt Israels

Der Zeit aber, die David König hewesen ist über Israel, ist vierzig Jahre: sieben Jahre war er König zu Hebron und dreiunddreizig Jahre zu Jerusalem. (1.Könige 2.11)

Mit der Wiedererrichtung des Staates Israel im Jahre 1948 wurde Jerusalem wieder die Hauptstadt eines souveränen jüdischen Staates. Die Jahrtausende seiner Existenz hindurch war Jerusalem niemals die Hauptstadt eines anderen souveränen Staates gewesen.

Jerusalem steht im Mittelpunkt des nationalen und geistigen Lebens des jüdischen Volkes, seit König David es im Jahre 1003 v. u. .Z. zur Hauptstadt seines Reiches gemacht hat. Jerusalem blieb die Hauptstadt der davidischen Dynastie 400 Jahre lang, bis das Königreich durch Babylonier erobert wurde. Nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil im Jahre 538 v.u.Z. war Jerusalem fünfeinhalb Jahrhunderte lang wieder die Hauptstadt des jüdischen Volkes in dessen Land. Die christliche Verbindung zu Jerusalem ist im wesentlichen religiöser Natur. Bis auf die kurze Periode des Kreuzfahrerreiches enthielt sie keine politischen der weltlichen Elemente. Während der sechs Jahrhunderte der Herrschaft von Rom und Byzanz war nicht Jerusalem, sondern Caesarea die Hauptstadt. Während moslemischer Herrschaft, ob arabisch oder nichtarabisch, wurde Jerusalem niemals zur Hauptstadt eines politischen Gebildes und nicht einmal zu einer Provinzhauptstadt im moslemischen Reich gemacht. Unter moslemischarabischer Herrschaft der Omaijaden, der Abbasiden und der Fatimiden (638-1099) wurde Jerusalem von Damaskus, Bagdad beziehungsweise Kairo aus regiert. Im achten Jahrhundert wurde die Stadt Ramla zur Hauptstadt des Bezirks gemacht, in dem Jerusalem lag. Während der Mameluckenherrscha (1250-1516) wurde das Land von Damaskus und während der osmanischen Periode (1517-1917) von Konstantinopel aus regiert. Unter britischer Herrschaft (19221948) war Jerusalem der Sitz des Hochkommissars und der meisten Ämter der Mandatsverwaltung sowie der zentralen Institutionen der wachsenden jüdischen Gemeinschaft. Von 1948 bis 1967 war Jerusalem infolge eines Krieges, mit dem es überzogen wurde, eine geteilte Stadt. Neunzehn Jahre lang trennten Betonmauern und Stacheldraht die beiden Stadtteile hermetisch voneinander. Der Ostteil, einschließlich der Altstadt, wurde von Jordanien annektiert und von dessen Hauptstadt Amman aus regiert. Der Westsektor Jerusalems wurde Israels Hauptstadt. Nach einem weiteren Krieg, dem im Juni 1967, wurde Jerusalem wiedervereinigt. Die Sperren, die die Stadt geteilt hatten, wurden abgerissen, die Tore der Altstadt wurden für Menschen aller Religionen geöffnet, und der Ostsektor wurde wieder in die Hauptstadt des Staates integriert.Im Juli 1980 verabschiedete die Knesset das "Grundgesetz Jerusalem", das Israels Rechte und Pflichten bezüglich der Hauptstadt erneut darlegte. Das Gesetz bekräftigte, daß die heiligen Stätten aller Religionen vor Entweihung geschützt werden, der freie Zugang zu ihnen garantiert wird, und daß die Regierung für die Entwicklung und das Gedeihen der Stadt und das Wohl ihrer Bewohner zu sorgen hat.
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