Blickpunkt Israel

Inhalt

La§t die 50er beginnen
Film
Musik
Theater
Tanz
Kunst/Fotografie

 

La§t die 50er beginnen

Das Anzünden der ersten Hannukakerze wurde weit über die Grenzen der jüdischen Welt hinaus gefeiert.

 

Die Präsidenten von 21 Staaten verbanden Punkte der Gemeinden und Kulturleiter, die an den Zeremonien teilnahmen, die die Eröffnung der Festlichkeiten zu 50 Jahren der Staatsgründung Israels einleiteten. Großveranstaltungen und Tourneen werden israelische Künstler und ihre Produktionen mit Unterstützung des Außenministeriums für Jubeltouren ins Ausland bringen. Die Israel-Saison in Frankreich präsentiert Achinoam Nini im März, das Israel Kammerorchester, die Esta - Jazz-Gruppe, der Tänzer von der Bat Sheva - Dance Company, dem Bat Sheva-Ensemble bis Liat Dror und Nir Ben Gal, wie auch ein Gemeinschafts-Kunstprojekt zwischen Ein Harod und der Kunstschule von Lyon. Architektur- und Fotografie-Ausstellungen werden gezeigt, israelische Filme in ganz Frankreich aufgeführt, und israelische Autoren werden zu Literaturwochen erwartet. Das Gesher Theater wird im September nach Paris reisen, um dort eine Sondervorstellung von Isaak Babels "Odessa Stories" zu geben.

Deutschland steht Frankreich jedoch um nichts nach. Im März wird Köln eine Woche des israelischen Theaters beherbergen, Hannover wird Vorführungen des Gesher-Theaters, des Bat Sheva Dance Ensemble und des Chores der großen Synagoge von Jerusalem erleben. Es gab außerdem einen besonderen Israel Schwerpunkt auf dem Berliner Film Festival Ende Februar. Die Herbstveranstaltungem beinhalten "Zik", das ITIM Ensemble, Zehava Ben, Vertigo Dance Ensemble, Liat Dror und Nir Ben Gal, sowie die Diwan-Gruppe in Hamburg und München. Die Kibbutz Dance Company plant im Oktober Aufführungen in München.

Um den Unabhängigkeitstag herum wird in Washington D.C. das Kennedy-Center ein zentraler Mittelpunkt der Aktivitäten sein. Tanzveranstaltungen mit der Kibbutz Dance Company (" Aide Memoire"), Bat Shevas "Anaphase" und " Sima's Pot" von Ido Tadmor stehen genauso an, wie eine israelische Filmwoche. Ein Literatur- und Dichterfestival bringt Schriftsteller wie A.B.Yehoshua, Aharon Appelfeld und Yehuda Amichai auf die Bühne. Außerdem treten im März das ITIM Ensemble, das Jerusalem-Quartett und das Hubermann-Quartett auf. Die Kibbutz Dance Company trat Anfang März eine Woche lang am Joyce Theater in New York mit schwärmenden Kritiken auf, während Ido Tadmor in der 92sten Street " Sima's Pot" aufführte. (Alles bevor es im Kennedy Center losgeht.) David Gortler wird eine Klavierrezitation geben, und während der ganzen drei Wochen ist eine Fotoausstellung von Margalit Mannor im Sadie Bronfman Center zu sehen. Auch das Jerusalem-Trio wird im März in der Avery-Fischer-Halle spielen und im April tritt das Israel Camerata in der 92sten Street auf, und zwar mit dem diesjährigen Gewinner des Arthur Rubinstein Klavier-Wettbewerbs. Achinoam Nini wird in der Brocklyn Academy für Musik singen, andere israelische Künstler treten auf der Central Park Summer Stage auf. All das geschieht noch vor den Veranstaltungen im Lincoln-Center im Sommer/Herbst diesen Jahres.

Auch lokale Initiativen erreichen große Bedeutung: Die Jüdischen Einwohner Wiens haben eine Reihe von israelischen kulturellen Aktivitäten musikalisch umgesetzt, die bereits im November '97 begannen und bis Juni weitergehen. Die jüdische Jugend in Luxemburg hat zum erstenmal ein Filmfestival organisiert, das von Ende Februar bis Anfang März dauerte. Griechenland hat das Israel-Kammer-Orchester zum Athen-Festival im September eingeladen, das dort während seiner Welttournee 1998 ein Konzert gibt. Außerdem veranstaltet Athen eine Israel-Filmwoche. Auch die derzeitige Ausstellung des Tel Aviv Museums "Drei Generationen israelischer Kunst" wird in den kommenden Monaten nach Griechenland reisen. In Italien beginnt die Israelreise Mitte März. Die Galaproduktion zeigt Konzerte von Gil Shohat und Orit Gavriel, eine israelische Photo- Ausstellung, sowie Aufführungen des Pantomimen Hanoch Rosen und eine Feier eines oft vernachlässigten Aspekts israelischer Kultur: israelische Speisen mit den Köchen Israel Aharoni und Shalom Kadosh. Außerdem wird ein Literaturfestival und ein Musikfestival geboten, unter anderem mit Habreira Hativit, David Da'or und Eti Aukri auf dem Programm. Fünf Wochen lang werden israelische Filme in Städten in ganz Italien vorgeführt. Für Juni plant das Habimah Theater Aufführungen und im Juli wird Chava Alberstein in Italien zu sehen sein. Das internationale Filmfestival Singapur wird israelische Filme zeigen, Adelaide startet ein israelisches Filmfestival im Mai und auch Neuseeland plant eine israelische Filmwoche in Zusammenarbeit mit der dortigen jüdischen Gemeinde. Im März und April sind Photo- Wanderausstellungen des Außenministeriums in ganz Latein-Amerika unterwegs. "Schwingendes Israel", "Horizonte", und "100 Jahre Zionismus" gehen nach Sao Paulo, Peru und Santo Domingo, außerdem geht "Alte Karten" nach Brasilien. Musik rundet die Festlichkeiten in Latein-Amerika ab, Bustan Avraham und Atraf treten auf, israelischer Tanz wird die Region ebenfalls besuchen, denn die Kibbutz Dance Company wird mit "Aide Memoire" ab Ende April ihre Südamerika-Tournee beginnen.

 

Film

Neues Produktionshaus geht in die Welt.

 

Ein neues Produktionshaus für Fernseh- und Kinofilme für den Export ist gegründet worden, um die israelische Filmszene auf dem Weltmarkt zu etablieren. Die beiden Gründer sind der Schauspieler und Direktor Arnon Zadok und der Produzent Doron Eran. Sie hoffen, mit israelischen und ausländischen Investoren und einem Budget von 1,5 Mil. Dollar internationale Besetzungen und Truppen zu engagieren und bezwecken damit Koproduktionen und fremdsprachige Filme. Zadok und Eran sehen ihre Projekte darin, Verbindungen mit ausländischen Medienfirmen herzustellen, sowie internationale Schauspielertruppen, Direktoren, Kinematografen und andere professionelle Kinomacher aufzubauen. Der erste geplante Feature Film macht seine Aufgabe deutlich: Laisse Moi T`aimer-D'maot Shel Malachim (Tears of Angels) ist eine französisch-israelische Koproduktion, die Dreharbeiten sollen im April 98 beginnen. Die Geschichte handelt von Mike Brandt, einer tragischen Figur aus der israelisch-europäischen Popmusik-Szene. Ein Schauspiel, das Pini Eden geschrieben hat. Ebenso ist ein Dokumentationsfilm in der Arbeit, der in New York gedreht wird und zwei weitere Features sind für das Jahr '98 geplant.

 

'Mr. Baum' läuft in den Theatern an

 

Wie erlebt jemand die letzten 92 Minuten des Lebens? Wie reagiert ein 52 jähriger Sonnenbrillenvertreter, wenn er von seinem hyperpragmatischem und sehr eifrigen Doktor mit der Nachricht konfrontiert wird, daß sein Leben in 92 Minuten endet? Der zweimalige Israel Academy Preisträger 'Mr. Baum' folgt seinem Antihelden Mikki Baum (Assi Dayan) durch netzartige Telefonanrufe mit seinen Geschäftspartnern, Familienaussöhnungen mit seinen beiden selbstbezogenen Kindern im späten Teenager Alter, und Träumen über seine frustrierten, sich niemals erfüllenden sexuellen Phantasien. Baums emotionale und physische Reise (der größte Teil des Films findet im Auto statt) gilt als Metapher seines Lebens, denn er erinnert sich an seine Vergangenheit, Gegenwart und - absurd genug - an seine Zukunft nach dem Tode. Gleichzeitig schafft es die Handlung, ein humoristisches Portrait der archetypischen Charaktere zu weben, die man in jeder beliebigen israelischen Familie findet. 'Mr. Baum' ist der dritte Film in Dayans Trilogie "Philosophie", die mit 'Life According to Agfa' begann und sich mit 'The Electric Blanket and Sama Moshe' fortsetzte. Die Trilogie heißt "Philosophie", weil es eine Vision der zufälligen Art der menschlichen Realität ist, die die zufälligen, die normalen und die außergewöhnlichen Grundsätze des Lebens verbindet, sagt Dayan.

'Mr. Baum' startete auf einer Sonderfeierstunde des Berliner Filmfestivals in Deutschland Ende Februar, bei der auch Dayan zugegen war.

 

Film: Abu Jamus von Yitzhak Shor

Die Studenten der Filmschule Tel Aviv zeigten im Januar in einer sechsstündigen Vorführung in der Tel Aviver Cinemateque ihre Jahresprojekte. Unter den Dramen, Romanzen und Dokumentationen war auch Yitzhak Shors 'Abu Jamus', eine ehrliche Suche nach Geschichte - sowohl öffentlich als auch persönlich - in einer Stadt in der Nähe des Wohnortes des Produzenten. Die arabische Siedlung von Abu Jamus war von jüdischen Siedlern und Immigranten während des Unabhängigkeitskrieges bewohnt und der Film artikuliert die Eindrücke derer, die dort über die Jahrzehnte gelebt haben. Arabische Dorfbewohner erzählen ihre Geschichte, als das Dokumentationsprojekt sie mit den jüdischen Familien und Farmern zusammenbringt, die ihre Erfahrungen sowohl dem Publikum als auch sich gegenseitig darstellen.

 

Musik

Yair Dalal gibt sein zweites Album heraus

 

Die Zutaten zu Yair Dalals zweitem Album sind Indien, der Nahe Osten, Europa und Nordafrika. Es heißt "Silan" und es ist herausgegeben von Yair Dalal und dem Al Ol Ensemble. Die weite Spanne der musikalischen Stilrichtungen aus aller Welt wird durch die große Auswahl der eingesetzten Musikinstrumente deutlich, die von der Oud bis zur Sitar und bis zu den verschiedensten Rhythmuseinlagen reicht, sowie durch die Melodien selbst. Klezmer und Irakische Klänge werden zur Untermalung für traditionelle Songs, Sprechchöre und Instrumentalstücke harmonisiert. Außer Dalal besteht die Gruppe aus vier weiteren Musikern, die jeder mehr als ein Instrument spielen. Die Arbeit gehört zu dem sich rasch ausbreitenden Gebiet der "Ethno"-Musik in Israel und symbolisiert für die Bandmitglieder Frieden und Harmonie unter den Kulturen. Dalal wird bei den Veranstaltungen im Kennedy-Center in Washington und in San Francisco im April auftreten.

 

Meir Banai in Amsterdam

 

Nachdem der Popsänger Meir Banai im Dezember in Amsterdam aufgetreten war, gründete sich dort ein Fanclub. In dem Konzert, das von der Amsterdamer jüdischen Gemeinde organisiert wurde, spielte er sowohl alte Stücke als auch Songs aus seinem letzten Album. In Israel ist Banai bekannt für seine melodischen Balladen und stimmungsvolle Lyrik. Er selbst sieht seine Musik als solche "die menschlichen Gefühle erreicht und mit intensiven persönlichen Emotionen arbeitet, und zwar auf einer universellen Ebene, nicht nur für israelisches Publikum."

 

Das Jerusalem Quartett: Eine kleine feine Musik

 

Sie sind jung, ambitioniert und talentiert. Und sie spielen klassische Musik (was kann eine Mutter noch mehr wollen)? Amichai Gross, 18, Alexander Pavlovsky, 20, Sergei Bressler, 19 und Kyril Zlotnikov, 19 sind nicht nur preisgekrönte Musiker in ihren eigenen Sparten, sondern zusammen bilden sie das Jerusalem Quartett, das einzige professionelle Streichquartett des Landes. Es ist schwer, sie nicht zu mögen und noch schwerer, ihre Musik nicht zu mögen. Musikbegeisterte und Kritiker sind sich einig.

1995 wurden sie mit einem Sonderpreis für Gäste auf dem Forum Musical de Normandie geehrt, gewannen den ersten Preis im Musikwettbewerb der Jerusalem Academy 1996 und 97 war ihr erster großer Durchbruch bisher beim Wettbewerb 'Franz Schubert und die Musik des 20. Jahrhunderts' in Graz / Österreich. Sie sind durch ganz Europa, London, Oslo, Wien, Rom getourt und immer ein Jahr im voraus ausgebucht. Sie sind in Südafrika, Amman und New York aufgetreten und werden später dieses Jahr im Kennedy Center eine weitere Premiere geben. Ihr bisher bedeutendstes Konzert wird diesen Sommer beim Neuen Baden Badener Festival in Deutschland stattfinden. Das Jerusalem Quartett hat soeben ihre erste CD herausgebracht, die vom Jerusalem Music Center produziert wurde. Außerdem hatten sie Meisterstunden bei so berühmten Persönlichkeiten wie Isaak Stern, Gyorgy Kurtag und Mitgliedern des Amadeus Quartetts. Die Musiker sind sogar schon Thema einer lokalen Fernsehdokumentation gewesen.

Wie sie da so mit T'Shirts und Jeans herumsitzen, wirken sie so selbstverständlich und unbeschwert, daß es schwer vorstellbar ist, daß sie alle seit dem Kindergarten Musikinstrumente spielen, sich bewußt den intensiven Härten unterwerfen, die ihre Kunst fordert. Während ihre Freunde Fußball spielten, nahmen sie Musikunterricht, während andere auf Parties gingen, hetzten sie zu Generalproben. Als die Kindheit so vorbeizog, haben sie da etwas aufgegeben, das sie nicht nachholen können? Für diese vier steht fest, daß sie mehr gewonnen als verloren haben. "Ich habe nie daran gedacht ohne Musik zu sein", sagt Kyril, der Cellist der Gruppe. "Und ich hoffe, ich muß es nie sein", fügt Alexander, die erste Violine hinzu. Diese vier haben schon eine sehr festgelegte Geschichte, in einem Alter, da ihre Altersgenossen gerade einmal beginnen sich selbst zu finden. "Wir wollen die besten in der Welt sein", sagt der Geigenspieler Amichai mit leisem Selbstbewußtsein. "Wir wollen Superstars sein, ergänzt Kyril mit einer sehr übertriebenen amerikanischen Betonung. Außer den täglichen 3-4 stündigen Proben nehmen sie auch alle noch Einzelunterricht, damit jeder auch seine Fertigkeiten als Solist weiter ausbildet. Freie Zeit für Diskos, MTV, Fußball oder Bücher spielt nur die zweite Geige in ihrer Musik.

Amichai ist der einzige in Israel Geborene der Gruppe. Alexander, Sergei und Kyril sind 1991 aus Rußland eingewandert. Sie bildeten 1993 das Jerusalem Quartett unter der Schirmherrschaft des Jerusalem Music Centers und obwohl sie sich alle als Israelis fühlen - mit einem Namen wie Jerusalem Quartett ist es auch schwer, das nicht zu tun - verfallen sie oft während der Proben in Russisch. Amichai scheint ziemlich fließend in russischer Umgangssprache geworden zu sein, wie seine Mentoren stolz bestätigen. Wenn sie in einer Minute in Jeans und T'Shirts und in der nächsten mit Krawatte und Jacket zu sehen sind, so kann man sie z.Z. genauso häufig in Armee-Uniformen sehen. Letztes Jahr wurden sie in die IDF (Israelische Armee) eingezogen und nach einem Monat Grundausbildung ( Sergei, die zweite Geige sagt, seine einzige Angst war, daß seinen Händen etwas zustoßen könnte) dient das Quartett nun als ausgewählte Musiker, die dreimal in der Woche für die Truppen auftreten. Die Stücke sind umrahmt von Erklärungen. Sie beabsichtigen nicht, neue Teilnehmer für die Philharmonie zu gewinnen, sagt Amichai, sondern sie wollen einfach nur ihre Kameraden in den Truppen dazu anregen, klassische Musik zu mögen.

Ganz offensichtlich verstehen sie sich gut untereinander. Aber wie gestaltet sich ihre 'einer für alle - alle für einen' Kameradschaft beruflich? Haben sie jemals Streit? Liegen sie sich schon mal in den Haaren? "Häufig", geben sie freimütig zu. "Man stelle sich ein Künstlertemperament mit vier multipliziert vor", schlägt Kyril spielerisch vor. "Keiner dominiert persönlich", beharrt Amichai: "jeder Musiker hat seinen eigenen Stil und Persönlichkeit zu vertreten". Wenn sie mit Interpretationsfragen zusammenstoßen (sie proben nur einmal mit ihrem Coach Avi Abramovich), versuchen sie alle Variationen. Am Ende, nach etwas Blut, Schweiß und Tränen finden sie immer einen Kompromiß. Um der guten Musik Willen müssen persönliche Meinungen hinten anstehen, sagen sie. Für diese begabten jungen Leute ist das nicht nur eine berufliche Rücksicht, es ist auch ein Reifeprozeß. Shelley Kleimann

 

Habima bringt Gala- Produktion HaBustan HaSefardi heraus.

 

Das Publikum sang die Hitnummern mit den Schauspielern mit und formte die Worte leise bei den Soli mit, als das beliebte Musical 'The Spanish Garden' wieder aufgenommen wurde. Geschrieben war es vom ehemaligen Präsidenten Yitzhak Navon und produziert vom Habimah-Theater. Das Musical erinnert liebevoll an die Nachbarschaft des Erzählers in Jerusalem. Der Hauptcharakter kommt aus einem traditionellen sephardischen Hintergrund, genau wie seine enge Umgebung, wo die Häuser geschlossen sind und der Klatsch dick, und die Nachbarschaft das Zentrum der Welt ist. Nachbarn sind wie Verwandte und jedes Mitglied der festverstrickten Gruppe repräsentiert eine einzigartige Persönlichkeit oder Charaktertyp, für den die ganze Gemeinschaft ein und für alle male verantwortlich ist. Das Musical verfolgt die Beziehungen mehrerer Familien und bewahrt die Angewohnheiten der Gemeinschaft und deren volksnahen Art der Geschichtenerzählung. Ladino mischt sich oft mit dem Dialog und der Musik (begleitet vom Orchester von Yehudit Ravitz), wenn die Darsteller Lieder singen, die sowohl von jüdischen, als auch von traditionellen Melodien abstammen, sowie original hebräische Lieder. Der junge Erzähler beobachtet, wie die Älteren mit den sozialen und religiösen Werten widerstreiten, die ständig von den wechselnden Verhältnissen zwischen Ehefrauen und Männern, Eltern und Kindern, Geschwistern und Liebhabern herausgefordert werden. Yitzhak Navon, der fünfte israelische Präsident, wurde in eine ähnliche Welt geboren, nämlich in einer Jerusalemer Familie, die dort vor mehr als 300 Jahren siedelte. Seine Erinnerungen werden unterstützt von den epischen Qualitäten dieser Produktion, die von Tzadi Tzarfati geleitet wird. Sie übermittelt eine vergangene Zeit der israelischen Geschichte und gedenkt gleichzeitig des kulturellen Erbes Israels, das es von der spanischen Judenschaft übernommen hat.

 

Zionistisches Bündnishaus plant neue ethnische Serie

 

Ethno-Musik definiert das Konzept der "traditionellen" israelischen Musik aufs Neue. Einzelne Einflüsse sind out, die Fusion, das Zusammenspiel ist in; dies wird in der Musikauswahl deutlich, die in den neuen Zentren für Ethno-Kunst angeboten wird. Gleichzeitig mit neuen Schauplätzen wie das Inbal Ethno Kunst Zentrum hat auch das Zionistische Bündnishaus in Jerusalem dieses Jahr zwei Projekte eingeweiht, um ethnische und neue Musik zu unterstützen. Die Reihe "Musik der Welt" präsentiert die Klänge aus bestimmten Regionen und untersucht bestimmte thematische Kategorien (Anbetung, Trauer, Feierlichkeit, Stimme, Instrumentierung usw.) Die Reihe "Andralamusica" pflegt neue Musik, die Instrumente und ethnische Stile verbindet, um Avantgarde zu erreichen, d.h. völlig neuartige Produktionen. Außerdem hat das Bündnis noch zwei hauseigene Musikgruppen gegründet, das DEM-Ensemble und das Samarkant-Ensemble.

"Wir wollten verschiedene Gemeinschaften eine Stimme durch Folklore, religiöse Musik usw. verleihen, um die Fortführung und Tiefe der vielen geographischen Gruppierungen innerhalb der israelischen Gesellschaft darzustellen", erklärt der Generaldirektor Efi Banaya. Das Ergebnis dieses Ziels wird nicht nur musikalische Reihen beinhalten, sondern auch literarische Veranstaltungen, die z.B. Schriftsteller wie Liora Rivin vorstellen, oder ein Abend, der dem hebräischen Dichter Uri Zvi Greenberg gewidmet ist, und eine ähnliche Veranstaltung zu Ehren der Dichtung von Yonah Wallach. Die musikalischen Angebote sollen verschiedene Gruppen, wie Bustan Abraham, das Esfahan Ensemble und die Little Big Band beinhalten. Eines der größten Erfolge bisher war das Konzert von "Eve's Women", etwas Neues in der israelischen Ethno-Musikszene.

 

Dana International hat die Eurovision im Auge

Der Beitrag Israels für den diesjährigen Eurovisions-Wettbewerb heißt "Diva" von Dana International. Als ein beliebter, wenn auch manchmal kontroverser Sänger hatte Dana in den letzten Jahren Schlagzeilen als Popstar mit einer merkwürdigen Wendung: er begann seine Karriere als Mann, der in Transvestiten-Shows sang und jetzt macht sie weiter als Frau (nach einer London-Reise) und produziert ihr eigenes Material. Der Wettbewerb wird am 9. Mai '98 in Birmingham, England stattfinden.

Aktuelle Anmerkung der Kulturabteilung.

Wir freuen uns, daß Dana International inzwischen den 1. Preis bei der Eurovision gewonnen hat und damit ein weiterer Mosaikstein zu den Feierlichkeiten für Israels Jubiläum hinzugekommen ist. Herzlichen Glückwunsch!

 

EVE´S WOMEN

 

"Eve's Women" ist eine beliebte neue Gruppe innerhalb der Welt der kulturellen Verbindung und eine häufige Erscheinung der diesjährigen Veranstaltungen. Dennoch hat die Band einige Schwierigkeiten, sich selbst zu definieren: Klezmer/Rock wäre ein Anfang, aber die Jazz-Komponente ist entscheidend. Dann muß man noch die indischen und arabischen Einflüsse erwähnen, bevor man den Rap-Hintergrund in der Beurteilung solch berühmter Songs wie: "Wenn ich einmal reich wär" berücksichtigen. Diese rein weibliche Gruppe zeichnet sich durch den Reichtum der Stilrichtungen aus, den ihre Darsteller repräsentieren. Die Bassistin Daphna Sadeh hat eine klassische und Jazzausbildung und war früher Mitglied des East West Ensembles, das von Israel Bochorov geleitet wird. Orit Orbach brillierte als erste Klarinettistin für das Haifa Symphonie Orchester und hat mit der Jerusalemer Symphonie gespielt, sowie mit verschiedenen amerikanischen Orchestern und in Europa. Michal Eizen spannt die musikalische Reichweite so weit wie das Keyboard reicht, das sie spielt. Jael Cohen, mit einer Jazzausbildung ist seit neuestem als die Schlagzeugerin in der alternativen Rockband "The Wiches" bekannt. Mit ihrem speziellen femininem Touch, wie die Gruppe selbst sagt, hat "Eve's Women" das israelische wie auch das ausländische Publikum verzaubert und das in nur etwas mehr als einem Jahr ihrer Existenz. Ihr Stil entwickelt sich während der Vorstellungen bei den verschiedenen Festivals ständig weiter. Ganz allgemein könnte man ihn aber als "jüdische Soul-Musik" charakterisieren, die von den vielen geographischen, kulturellen und originellen Aspekten belebt und erfrischt wird, die man sogar innerhalb eines einzelnen Songs wiederfindet. Die Vierergruppe hat auf dem Europäischen Roskilde Festival in Dänemark gespielt und war zur Eröffnung der israelischen Botschaft in Belgrad eingeladen. Die Gruppe wurde unter 10 anderen Bewerbern ausgewählt. "Eve's Women" werden im März nach Deutschland reisen um dort an den Feierlichkeiten für das 50jährige Jubiläum Israels teilzunehmen. Sie treten sowohl im Bündnishaus als auch am Ethno-Musikzentrum auf. Sie hoffen diesen Sommer ihre erste CD herausbringen zu können.

 

25. Jubiläum des Arthur Rubinstein Wettbewerbs

Der erste Arthur Rubinstein Wettbewerb für Klavier fand anläßlich des 25. Staatsjubiläums Israels statt. Der Wettbewerb feiert sein eigenes Silberjubiläum an Israels 50. Geburtstag. Diese doppelte Gelegenheit hat besondere Bonbons zugesichert: es werden alle Konzerte aufgenommen und im israelischen Radio übertragen und die Finalisten werden je zwei Konzerte mit dem Israel Philharmonic Orchestra spielen (ein klassisches und ein Romantisches). 52 Pianisten aus 21 Ländern werden ihre Virtuosität präsentieren, darunter Armenien, Korea, Usbekistan, Schweden, Kroatien, sowie Westeuropa und Nordamerika. Die diesjährigen israelischen Wettbewerber sind Shay Cohen, Uri Shihor und Miri Yampolsky. In der Jury sitzt Arie Kardi, Pianist, Musikprofessor und Dirigent. Er beschreibt seine Hoffnung so: die Teilnehmer mögen neue Höhen erreichen und das beste aus ihren Talenten und ihrer Kunst herausholen und daß wir in der Lage sein werden, uns den tiefen Erlebnissen ausliefern zu können, die die Teilnehmer uns bieten.

 

Ra´anana Symphonette geht auf Tournee für 50 Jahre

 

Seit sieben Jahren hat das Ra'anana Symphonette den Auftrag, neue israelische Musik zu unterstützen und bemüht sich, die musikalischen Möglichkeiten für Neueinwanderer und junge israelische Künstler zu vergrößern. Ebenso ermutigt es zu neuen israelischen Kompositionen, erhält und führt jüdische Musik auf, und erzieht die Jugend zur klassischen Musik. Zu Ehren des 50. Staatsjubiläums wird das Symphonette seine Homage an israelische/ jüdische Musik nach Europa und Amerika bringen. Die Tour wird am 21. März in Paris beginnen und am 5. April in New Jersey nach einer USA Reise von Küste zu Küste enden. Der Dirigent Yuval Zaliouk wird Werke von Jacques Francois- Fromental Elie Halevy, Zoltàn Kodaly und Mendelsohn präsentieren, sowie eine Auswahl israelischer Folksongs. Die Konzerte werden begleitet von dem Geiger Nitai Tzeri und dem hohen Tenor David Da'or.

 

Theater

 

'Die Jungfrau von Ludmir' erschütterte die Fundamente

Die Juden von Ludmir hatten eine einzige hervorragende Quelle für intellektuelle und spirituelle Erfüllung: die Texte der jüdischen Tradition und die lange eingewurzelten Aktivitäten des Midrasch und der Gebete. Diese Elemente gestalteten die Bindeglieder der chassidischen Gemeinden des 18ten Jahrhunderts in Osteuropa; jedenfalls für den männlichen Teil der Bevölkerung. Die Frauen hatten eine völlig andere und streng definierte Rolle, für die nicht jedes weibliche Wesen geschaffen war, und die sie ganz bestimmt vom Torah-Studium ausschloß. 'Die Junfgrau von Ludmir' ist die neue Produktion des Khan Theaters, sie stellt die Legende einer individuellen Frau dar, die sich gegen die vorherrschende Einstellung der Gemeinde dazu berufen fühlt, die Torah zu lernen und ihrer Sehnsucht, ihren intellektuellen und spirituellen Bedürfnissen zu folgen. In der Aufführung ist es sogar möglich, daß eine solche Frau unter Umständen die Gunst in den Augen der Gemeinde und damit den Sonderstatus als rechtliche Person erhalten hätte. Die Heldin Hanna-Rachel gewinnt durch ihre standhaften Beteuerungen der Demut eine solche Akzeptanz - bis zu dem Punkt, daß die meistrespektierten Figuren des Dorfes sie um Rat und Hilfe konsultieren, die auf ihrer kraftvollen Auslegung der halachischen Quellen basieren. Zu guter Letzt bekommt Hanna-Rachel sogar die Erlaubnis, mit anderen Frauen Torah-Studien zu betreiben. Wie auch immer, die ständige Nicht-Konformität ihrer Rolle gerät unvermeidlich mit der traditionellen Position der Frauen in der altertümlichen Gemeinde in Konflikt, was zu unerträglichen Spannungen führt.

 

Bat Sheva Ensemble präsentiert ausgelassene Koproduktion.

 

Die Weltpremiere von "Tremolo, Tremolo" bietet springende, rollende und verschlungene Bewegungen, beschreibt Gruppenbeziehungen zwischen Freunden und schafft es sogar, einen Tänzer in einem Koffer zu verstauen. Die Koproduktion zwischen dem Bat Sheva Ensemble und dem Holländischen Tanzfestival ist eine humoristische Produktion, in der die Tänzer in Paaren, Trios und als Gruppe zusammen arbeiten. Sie spielen, sind ausgelassen und singen, während sie mit verschiedenen Utensilien herumhantieren, wie Mehltöpfe, und einem gelegentlichen Toilettenspüler. Joaquim Sabatè erklärt die Absicht der lebhaften Darstellung des Tanzes als Ausdruck der Suche nach erfreulichem Theater, Theater das vom Schall abhebt, Schall der die unberechenbare Bewegung umhüllt.

 

Tanz

Ido Tadmor zu Neujahr in China.

 

Das chinesische Fernsehen zeigte sein bis dato wohldurchdachtetes internationales Kulturereignis zu Ehren des chinesischen Neujahrsfestes. Ido Tademor war dort, um den modernen israelischen Tanz mit seiner neuesten Produktion 'Uranus' zu repräsentieren. Er traf dort auf verschiedene andere israelische Künstler, wie z.B. Esta, die an kulturellen Auftritten mit 20 Ländern aus der ganzen Welt teilnahmen. Es war ein dreitägiges Programm, das in Europa und Asien ausgestrahlt wurde. Tadmor trat mit Noa Oz mit dem Stück auf, das bei dem letzten Tanzfestival 'Vorhänge auf: Internationale Vorführungen' Premiere hatte.

 

Neue Tanz/Theater Gruppe erforscht das Leben der Frauen

 

Frauen und Männer tanzen, schauspielen und treten auf und - kurz - stehen miteinander in einem Verhältnis. Und zwar in einer speziellen Arbeit, die die Beziehungen der Frau in der modernen Welt zum Thema hat. Die neue Tanz/ Theatergruppe "Isham" hatte ihre Aufführung "Hagigit" im Dezember in der zionistischen Organisation des Amerika Hauses in Tel Aviv. Sie hat eine stark feministische Neigung. Sechs Tänzer und Schauspieler bilden eine entschieden multidisziplinäre Schaugruppe, deren Aufgabe es ist, neue Ausdrucksformen in der darstellenden Kunst zu finden, in dem Theater, Tanz, Musik und Text miteinander kombiniert werden, wie die Choreographin und Gründerin der Truppe, Yael Cramsky sagt. Cramsky gründete die Gruppe während eines viermonatigen Workshops, wo sie zwei Tänzer mit internationaler Karriere auswählte, (Ora Mirsky und Margalit Shaltiel) sowie zwei Nachwuchstalente und einen männlichen Tänzer. Sie hofft, daß die neuen Techniken der Gruppe, sowie der Schwerpunkt auf Frauen das "Fringe" Element in der israelischen darstellenden Kunst abwechslungsreich gestalten wird.

 

Kunst/Fotografie

Gemeinsam und persönlich

Während des kommenden Jahres werden mehr als 500 palästinensische und israelische Jugendliche an dem Projekt 'Pen Pal' teilnehmen, das einzelne junge Leute zwischen 15-20 zusammenbringt um gemeinsam zwei kreative Fähigkeiten zu entwickeln: Schreiben und fotografieren. Die Teilnehmer sind ausgestattet mit Einwegkameras und bekommen die Aufgabe, ihre Umgebung über einen Zeitraum von zwei Wochen zu fotografieren. Die Fotos werden dann zu Postkarten gemacht - für jeden 10 - und sollen an Briefpartner geschrieben werden, die Ausgewählten in der gegenüberstehenden Gruppe. So werden die Briefe Werkzeuge der Kommunikation, kombiniert mit dem intimen Blick in das Leben des jeweiligen Fotografen.

Die Idee hinter dem Projekt ist, daß die Kinder dazu kommen, eine persönliche Beziehung mit Einzelpersonen aufzubauen, um so die abstrakte Vorstellung einer 'Nation' abzubrechen und in die Einzelheiten und Inhalte die damit zusammenhängen, einzusteigen, sagt Eytan Shouker, der 34jährige Künstler, der das Programm ins Leben rief. "Wir wollen, daß sie Kommunikation als kreativen Prozeß aufbauen, um Neugierde und Erwartungen anzuspornen". Deshalb werden die Briefpartnerschaften sorgfältig ausgewählt. Aufgrund eines Fragebogens werden Hobbies und Interessen ausgemacht. Eytan Shouter ist graduiert und unterrichtet heute Fotografie an der Jerusalemer Bezalel-Academy für Kunst und Design. Er hat Ausstellungen im Israel Museum, an Bezalel, im Dizengoff Center und anderen Orten in Israel gezeigt. Shouker hat das Pen Pal Projekt in die Wege geleitet, als er feststellte, daß er nicht einen einzigen Palästinenser seines Alters kennt. "Es wird sehr schwierig sein, mit einer Gruppe Menschen Frieden zu schließen, wenn die meisten von uns nicht einmal mit einem einzigen persönlichen Kontakt haben. Das Unbekannte begründet die tiefe Angst und das Mißtrauen". Er hat sich mit Mohammad Jouda zusammengetan, ein Mitarbeiter der palästinensischen Friedensbewegung. Er koordiniert die Auswahl der palästinensischen Jugendlichen. Die Pen-Pal Initiative hat Barrieren überwunden, wo Politiker fehlgeschlagen sind: die 500 beteiligten Jugendlichen sind religiöse, weltliche, traditionelle und nicht traditionelle Kinder aus Städten, Siedlungen, Ortschaften und Vororten. Die Organisatoren schließen 'People to People' ein und die Anführer der palästinensischen Friedensbewegung, die sich bemüht haben, verschiedene Teilnehmer zu finden. Eine großartige Vision soll am Ende das Jahr des Fotografierens und Korrespondierens abschließen: die gesamten Postkartenfotografien sollen zu einer Ausstellung zusammengestellt werden und die künstlerischen Früchte für den Frieden zeigen.

 

"Lebensstil dokumentieren": die anderen fotografieren

Es kann schwer sein, seine eigene Umgebung zu dokumentieren, das Leben von anderen zu dokumentieren; besonders von politisch Andersdenkenden ist es um so schwieriger. Das internationale Zentrum für Frieden im Nahen Osten organisierte ein Foto-Projekt, in dem palästinensische und israelische Jugendliche in die Dokumentarfotografie eingeführt wurden, damit sie lernen, die gegenüberliegende Gemeinschaft zu beschreiben. Während eines Workshops, den Hally Pancer, ein in Israel lebender Dokumentarfotograf leitete, wurden die Jugendlichen in jüdische Siedlungen und palästinensische Flüchtlingslager geführt, um sich ein lebendiges Bild des gegenseitigen Lebens zu verschaffen. Die Teilnehmer des Workshops fotografierten alle Aspekte der Gemeinschaften, die sie erlebten, ob religiös, Moslems, Juden oder Christen. Als die Ausstellung vorbereitet wurde, begannen die Jugendlichen, ihre Gedanken in geschriebenen Texten auszudrücken. Das Ergebnis ist eine Zusammenstellung von 50 fotografischen Werken, umrahmt von ausführlich geschriebenem Material der Jugendlichen selbst. Die Texte sind sowohl schildernd als auch poetisch, in vielen Fällen emotional und stellen dar, was für viele der erste Blick überhaupt in die Welt des "Feindes" war. Das Projekt "sollte nicht von einem politischen Forum zum anderen konvertieren, sondern sollte zum Zuhören anregen und respektieren und aktzeptieren lassen, daß jede Person eine eigene Ansicht hat und jede Ansicht auch seine Legitimation". Die Ausstellung wurde im Shava Center in Gaza eröffnet und dann im Januar in der Jerusalemer Bezalel Academy of Art and Design gezeigt. Außerhalb des Nahen Ostens wandert sie während 1998 , beginnend in der USA.

 

Dani Karavan über Walter Benjamin

 

Dani Karavans Kunstwerke wurden zum erstenmal seit 15 Jahren mit gleich 2 Ausstellungen gezeigt. Eine im Tel Aviv Museum für Kunst und die zweite im Ramat Gan Museum. Tel Avivs Bürgermeister Roni Milo und Leah Rabin nahmen an der Begrüßung von Karavans "Homage an Walter Benjamin" teil, eine Skulpturdarstellung, die an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich aufgestellt ist, an der Stelle, an der Walter Benjamin von den Nazis verfolgt, 1940 Selbstmord beging. Karavan, ein israelischer Meister für öffentliche Raumgestaltung, baute einen Gang in die Klippen, der zum Meer führt und gestaltete eine öffentliche Gedenkstelle, in die Benjamins Schriften eingraviert sind. Die Ausstellung zeigt seine Arbeit als Video, Fotos, Schaumodelle, Erdklumpen und Eisenbahnschienen, die alle von Walter Benjamins Schriften eingerahmt sind.

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Produzent: Hugin Verlag, Troisdorf