Israel wird 50 und weltweit nehmen Künstler an
den Feierlichkeiten teil
Es ist nicht ganz selbstverständlich, daß Israel 50 Jahre
alt wird und 1998 werden sich die Feierlichkeiten dazu rund um den Globus
erstrecken.
Es ist eine Verpflichtung für israelische Künstler, ein nie
dagewesenes Jahr der internationalen Auftritte zu bieten.
Veranstaltungen und Festivals fordern das Beste israelischer künstlerischer
Angebote, um das Ereignis gebührend zu würdigen. Von Europa bis
Nordamerika, von Südamerika nach Asien und Afrika ist man dabei, Termine
zu machen und Pläne für das Jubiläumsjahr zu schmieden. Die
Abteilung für Kultur und Wissenschaft im israelischen Außenministerium,
in Zusammenarbeit mit den israelischen Botschaften im Ausland, die Kunst-
und Kulturabteilung im Erziehungs-, Kultur und Sportministerium, sowie das
Komitee für die "50 Jahre Israel-Feierlichkeiten" arbeiten
zusammen mit internationalen Darstellern, ausländischen Regierungen,
jüdischen Gemeinden und speziellen Koordinierungsgremien, um die verschiedenen
Aktivitäten zu organisieren. Im folgenden finden Sie einen Überblick
über die bisher geplanten Programme:
In Deutschland wird das Internationale Sommer- Theater-Festival (21.
Aug.- 12. Sept. 98) dem 50-ten Geburtstag Israels gewidmet. Israelische
Künstler sind keine Fremden auf diesem Festival, das eines der größten
zeitgenössischen Theater- und Tanzfestivals in Europa ist. Das Programm
verspricht für das kommende Jahr unter dem Motto "Israel heute"
neue Produktionen von der Batsheva- Dance Company, von Rina Yerushalmis
Itim-Theater-Ensemble und von der Tanzgruppe Liat Dror und Nir Ben-Gal.
Das Acco-Theater wird "Arab Dream" vorstellen und das Diwan-Ensemble
"Between the Walls". Die Kunstgruppe Zik wartet mit ihrem feuerwerksartigen
Können auf. Nach dem Festival werden einige Produktionen in andere
deutsche und europäische Städte weiterreisen. Das Berliner Festival
im Juli und das Münchener Festival im Oktober wird jeweils auch viele
israelische Künstler zeigen und das Israel Philharmonic Orchestra startet
eine Sondertournee durch Europa. Ebenso macht das Gesher-Theater eine große
Tournee und der Chor der großen Synagoge zu Jerusalem wird hauptsächlich
in Niedersachsen auftreten. Zusätzlich bilden Kunst- und Fotoausstellungen
in verschiedenen deutschen Städten einen würdigen Rahmen. Das
Römisch-Germanische Museum in Köln wird die Qumranrollen ausstellen
und das Reiß-Museum in Mannheimeine Ausstellung aus dem Bibelmuseum
in Jerusalem zeigen.
In den USA präsentiert das Kennedy-Center in Washington D.C. ein
noch nie dagewesenes sechswöchiges Festival mit dem Titel: "Israel
mit 50: Eine Feier des Staatseins", ein Festival der Künste, das
nur israelischen Produktionen gewidmet ist. Die feierliche Eröffnung
wird am 22. Febr. 98 in Anwesenheit von Präsident Clinton und Premierminister
Netanyahu mit einem Konzert des israelischen Armee-Orchesters und einer
Menge Solisten, einschließlich Yitzhak Perlman stattfinden. Außerdem
sind während der sechs Wochen Auftritte vom Gesher-Theater: "City:
Odessa Stories", vom Itim-Theater "Vayomer, Vayelech", sowie
von der BatSheva Dance Company und der Kibbutz-Contemporary-Dance-Company
geplant. Umrahmt wird das Festival von israelischen Schriftstellern, wie
Jehuda Amichai, Amos Oz, A.B. Yehoshua, sowie einem israelischen Filmfestival
und Kunstausstellungen. In der Kongressbibliothek werden z.B. jüdische
und israelische Handschriften ausgestellt.
Andere Veranstaltungen in den USA sind das Sommerfestival im Juli im
New Yorker Lincoln-Center, wo israelische Produktionen gezeigt werden, wie
das Gesher- Theater, oder eine Retrospektive des israelischen Kinos, dargestellt
von der Lincoln-Center-Filmgesellschaft. In der Brooklin Academy für
Musik wird Rina Yerushalmis Itim-Theater auftreten. Auch in New York und
Los Angeles feiern besondere Israel-Filmfestivals den 50.ten Geburtstag.
Das Mittel-West-Ost Festival zeigt israelische Künstler, wie den Schlagzeuger
Chen Zimbalista und eine Gala-Tournee des Israel Philharmonic Orchestras.
Offiziell will Israel die einzelnen Feierlichkeiten mit einem gleichzeitigen
Anzünden der ersten Hannukah-Kerze in der Präsidenten-Residenz
und allerorten in Israel und in der Welt eröffnen. Eine Fülle
von Veranstaltungen wird "von Dan bis Eilat, vom Jordan bis zum Mittelmeer"
stattfinden, die im Unabhängigkeitstag gipfeln. Eilat wird eine extravagante
Modenschau bieten, auf der führende israelische und internationale
Modeschöpfer Israel mit einer Kollektion grüßen, die speziell
für diesen Anlaß kreiert wurde. Die Wüstenfestung Massada
wird der Schauplatz für Konzerte des IPO und das Cleveland Symphony-Orchestra
sein, ebenso wird das Musical "Massada" seine Premiere feiern.
Die Feierlichkeiten in Tel Aviv beinhalten besondere Konzerte in den öffentlichen
Stadtparks und -plätzen; es wird ein internationaler Kinder-Singwettbewerb
mit dem Titel: "Kinder der Welt singen in Tel Aviv" ausgetragen.
Außerdem ist ein klassisches Musikfestival geplant, dort werden einige
der berühmtesten Orchester und Dirigenten der Welt auftreten.
Die Israel-Broadcasting Authority produziert für das Fernsehen eine
große historische Dokumentarserie mit dem Titel "Tkuma"
(Auferstehung) : Die ersten 50 Jahre.- Die Reihe beginnt an der Stelle,
an der der Erfolgsfilm "Pillar of Fire" aufgehört hatte,
nämlich mit der Staatsgründung Israels. Sie erörtert die
Schlüsselereignisse und die entscheidenden Meilensteine, die den jungen
Staat geformt haben, sowohl die sozialen, ökonomischen als auch die
kulturellen Fragen, die Israel über die Jahre hinweg bewältigen
mußte. Bemüht um ein ausgeglichenes, objektives historisches
Bild, kombiniert "Tkuma" Archivmaterial, einschließlich
Wochenschauen, Dokumentar- und Featurefilm- Ausschnitten mit Berichten von
Zeitzeugen und Exclusiv-Interviews mit Personen wie Yitzhak Shamier, Shimon
Peres, Jihan Sadat, James Baker und Hnan Ashrawi.
Wenn die Produktion fertiggestellt ist, kann man sie in drei Versionen
sehen: eine 22-teilige hebräische Version, eine englische Version mit
sechs einstündigen Teilen und eine zweistündige Fassung, ebenfalls
in englisch. Sie ist vorab schon verkauft an große ausländische
Sender, wie RTL in Deutschland, France II und Sender in Holland, Mexico,
Polen, Ungarn und die Tschechische Republik. Der argentinische Sender Imagen
Satelital erwarb die volle 22teilige hebräische Fassung, um sie in
ganz Latein-Amerika zu senden.
Das Kulturheft "Ariel: The Israel Review of Arts and Letters"
und das Monatsjournal der israelischen Schriftstellervereinigung "Moznyim"
werden ein gemeinsames Doppelheft zum 50. Jahrestag herausgeben.
Diese Sonderausgabe, die ausschließlich den Werken der jüngeren
Generation von israelischen Schriftstellern gewidmet ist, hebt hervor, daß
die Hebrew Writers Association in Israel zum erstenmal ein nicht -hebräisches
Thema veröffentlichen wird. Die gemeinsame Ausgabe von Ariel und Moznayim
ist für März 1998 geplant und wird in englisch, französisch,
deutsch, spanisch, russisch und arabisch erscheinen.
Weitere Informationen und detaillierte Angaben zu den geplanten Feierlichkeiten
"50 Jahre Israel" in Deutschland werden wir in der Herbstausgabe
von "Tarbuton" veröffentlichen.
Wir freuen uns über jeden Hinweis, wie Sie die Feierlichkeiten in
Ihrer Stadt/Gemeinde/Schule oder sonstigen Einrichtungen planen und gestalten
wollen! Bitte schreiben Sie an die Kulturabteilung der Botschaft! Adresse
siehe Impressum
Achinoam Nini (Noa):
Botschafter des Liedes, Botschafter des Friedens
Angenommen, der israelische Pop-Superstar Achinoam Nini würde ein
Lied für Premierminister Benyamin Netanyahu oder Palästinenserführer
Yassir Arafat komponieren, dann würde sich das ungefähr so anhören
: "Komm schon, hör auf mit dem Sandkastengezänk, raff Dich
auf, und laß uns mit unserem Leben weitermachen." Aber Nini ,
die international einfach als NOA bekannt ist, singt heutzutage keine politischen
Töne mehr. Sie ist eine ausgesprochene Linke. Ihr letztes englisches
Album "Calling" bezeichnete sie selbst als ärgerlich, intensiv
und politisch motiviert. Sie sagt, daß sie im Augenblick wenig zu
sagen hat. "Ich warte eigentlich ab, ich schwinge hin und her zwischen
Trauer und Hoffnung". Noa beschreibt ihr letztes hebräisches Album
"Achinoam Nini" als heimelig, intim und zutiefst persönlich.
Insgesamt hat sie fünf Platten herausgegeben, drei in hebräisch,
zwei in englisch, die von Geffen-Records produziert sind. Sie singt von
Wäschefalten und nicht von dem gestörten Friedensprozeß.
"Wieviel kann man klagen und schreien?" fragt Noa mit einem Weltschmerz,
der ihre 28 Jahre Lügen straft.
Sie produziert straßenschlaue Gelehrtheit, gemischt mit einer "laßt
uns alle Freunde sein"- Naivität. Für dieses charismatische
Kaftbündel auf der Bühne ist sie in ihren eigenen Wänden
überraschend weich. Eine transzendentale Ruhe durchzieht ihr Apartment
in Tel Aviv, wo sie mit ihrem Mann, einem Kinderarzt lebt: (" Sie müssen
Ihre Schuhe ausziehen, das ist viel entspannender so..")
Außer Rosen, die jede mögliche Fläche bedecken
ein Geschenk ihres Vaters nach ihrem letzten Auftritt mit dem IPO
ist jeglicher Bühnenglanz strikt auf die Bühne beschränkt.
Eine Gitarre ziert einen Wohnzimmerstuhl, eine Trommel dient als Kaffeetisch,
Bücher reihen sich an einer Wand. ("Im Grunde meines Herzens bin
ich ein Bücherwurm") und CDs sind überall. Schmal, dunkelhäutig
und dunkle Augen und lange dicke Locken Noa sieht so nahöstlich
aus, daß man glaubt, man hätte sich geirrt, wenn man sie mit
ihrem New Yorker Akzent hört: Oh, man, cool". Sie wurde in Israel
von Eltern jemenitischer Herkunft geboren und sie zogen nach New York ,
als Noa noch nicht ein Jahr alt war. "Wir sprachen zu Hause hebräisch
und überall sonst englisch", sagt Noa, deren früheren musikalischen
Einflüsse Simon und Garfunkel, Joni Mitchell, Rogers and Hammerstein
und Leonard Bernstein waren.
Aber Nini sagt auch, daß sie sich nie ganz zu Hause gefühlt
hat in den Vereinigten Staaten. Sogar ihr englischsprachiger verjazzter
Rock hat einen erkennbaren nahöstlichen Beigeschmack. Mit 17 packte
sie ihre Taschen und ging nach Israel zurück. Nachdem sie die High-school
beendet hatte, sang sie mit einer Armee-Unterhaltungstruppe und studierte
anschließend an der berühmten Rimon-Schule für Jazz und
zeitgenössische Musik. Dort traf sie auch den Gitarristen und Mitbegründer
der Schule, Gil Dor. 1990 traten sie zusammen auf einem Jazz-Festival auf
und sind seither ein unzertrennliches künstlerisches Team. Sie singt
und spielt die Percussionsinstrumente, einschließlich der Durbuka,
einer arabischen Handtrommel. Dor spielt Gitarre und harmonisiert. Sie komponiert,
ebenso wie er, und er macht auch die musikalischen Arrangements. Noa sagt
über ihr eigenes Auftreten im Vordergrund und Dors im Hintergrund:
"Es ist eine persönliche Entscheidung." Offensichtlich funktioniert
es. Beide sind auf der ganzen Welt enthusiastisch begrüßt worden.
Besonders in Europa und im Fernen Osten. Sie führten ihr Ave Maria
in Rom im Petersdom vor 100.000 Menschen auf, anwesend waren auch der Papst
und Mutter Theresa ("einer der Glanzpunkte meiner Karriere").
Sie waren acht mal die Eröffnungsgruppe für Sting ("Er sagt,
wir gaben ihm einen Auftritt für sein Geld") und traten vor einer
überfüllten New Yorker Carnegie-Hall auf (obwohl Nini ihr Ziel
noch nicht erreicht hat, den US-Markt zu erobern). Auf Heimatboden haben
ihre Platten Gold erreicht, ihre "Gigs" eine Nini-Bezeichnung
für ihre amerikanische Musik, sind immer ausverkauft und sie ist schon
in fast jeder lokalen Talkshow mehrmals aufgetreten.
Nini, die immer mit ihrem Publikum erzählt, bevor sie singt, sagt,
sie möchte die Leute bewegen, und sei es nur für wenige Momente,
sie von dem Weltlichen ihrer Leben fortzuführen. Sie spricht viel von
Spiritualität. Für sie hat nur Musik die Kraft, kulturelle Barrieren
niederzureißen. "Musik hat eine universelle Wirkung, die keine
andere Sprache besitzt", sagt Nini, die ihre eigene Berufung hat, die
Welt zu heilen.
Shelley Kleiman
"Dr. Fischer" verschreibt Friedensarznei
in neuen Kunstwettbewerben
Zunächst kamen zwei Ausstellungen, die die künstlerische Interpretation
jener Titelseiten-Berichte darstellten, die an die Friedensvereinbarungen
zwischen Israel und Ägypten und Jordanien erinnern. Aber Dvorah und
Dr. Eli Fischer von der Fischer Pharmazeutischen Industrie hörten damit
nicht auf. Ihre Unterstützung des regionalen Friedens und Koexistenz
hat ihre Geschäftspraktien seit langem beeinflußt und sie zur
Unterstützung der Künste in den letzten Jahren motiviert. Zuletzt
hat Fischer- Pharmazeutik zwei "Kunst für Frieden"-Wettbewerbe
ausgeschrieben, einen für Kinder und den zweiten für etablierte
Künstler. Die Fischers entwickelten die Wettbewerbs Idee, die
aus einer zufälligen Unterhaltung entstand, zusammen mit dem internationalen
Künstler Museum, das ein weltweiter Zusammenschluß von
hunderten von Künstlern ist. Die Wettbewerbs-Statuten besagen, daß
das Thema Frieden und Koexistenz zwischen den Völkern ist und durch
Gemälde, Zeichnungen oder Fotografien dargestellt werden kann. Der
Wettbewerb "Kunst für Frieden" ist für Profi-Künstler
aus der ganzen Welt zugelassen und Einsendungen sind bis 31.12.97 möglich.
Weitere Informationen sind auf der homepage des Wettbewerbs nachzulesen:
http://www.art-peace.com.
Im Frühjahr 1998 wird eine Jury, zusammengesetzt aus dem Ehepaar
Fischer und Emmet Williams, dem Präsidenten des internationalen Künstler
Museums und Ryszard Waski, dem Museumsdirektor, die besten 100 Arbeiten
auswählen, die dann auch im Internet vorgestellt werden. Die ersten
30 werden in der internationalen "Kunst für Frieden" Galerie
ausgestellt. Dies ist eine nichtkommerzielle Organisation, die die Fischers
gegründet haben, mit dem Ziel, die Idee des Friedens und Koexistenz
zu verbreiten und zu lehren. Die fünf Hauptgewinner werden eingeladen,
an einem Kunst-Symposium teilzunehmen, das 1998 in Israel stattfinden wird.
Zusätzlich sind die beiden "Titelseiten Ausstellungen",
"Künstler Boten des Friedens" vollständig im Internet
aufgenommen. Sie können unter folgender Adresse betrachtet werden:
http://www.peace.co.il.
Israelische und Palästinensische Chöre
vereinen ihre Stimmen im Lied für Frieden
Als die Schwedische Erziehungsvereinigung der nonkonformistischen Kirchen
darüber diskutierte, wie man den 50. Geburtstag Israels feiern könnte,
schlug der israelische Produzent Yehuda Fickler vor, man könne Kinderchöre
aus Konfliktländern einladen, damit sie sich in einer wettbewerbsfreien
Festival-Atmosphäre begegnen können. Dies schien die perfekte
Möglichkeit, für zwei heimische Mädchenchöre, Efroni
aus Israels Hefer-Tal und Terra Santa aus Betlehem, die nun zusammen arbeiten.
Das weit entfernte Skandinavien bot die Ruhe und das Ambiente für die
israelisch-palästinensische Kooperation. Wieder zurück im Nahen
Osten, hat eine junge palästinensische Dirigentin, Hanija Sudaà
den Terra Santa-Mädchenchor in Betlehem übernommen. Sudaà
hat Chorleiterin an der Jerusalemer Rubin Academie bei Maya Shavit studiert,
die wiederum Chorleiterin des Efroni-Mädchenchores ist. Es war der
natürliche nächste Schritt für die beiden Leiterinnen, ihre
Chöre auf dem Festival zusammenzubringen. Die beiden Gruppen begannen
sich untereinander vertraut zu machen, und ein Programm mit hebräischen
und arabischen Stücken vorzubereiten. Finanziert wird dieses Projekt
von der ursprünglich norwegischen Organisation "People to People",
die israelisch-palästinensische Projekte unterstützt. Sie hatten
für Juni Konzerte in Stockholm angekündigt, und so mußten
sie ständige Umbrüche in ihren Proben erdulden, abhängig
von dem dauernd wechselnden politischen Klima.
Endlich traten 35 Efroni-Mädchen und 37 Terra Santa-Mädchen
den Flug nach Stockholm an. Dort trafen sie Chöre aus Südafrika,
Nordirland (Katholiken und Protestanten), Rußland, Litauen, Finnland
und Schweden. Während des einwöchigen Festivals probten und traten
die Kinder nicht nur zusammen auf, sondern nahmen auch an verschiedensten
Aktivitäten teil, die darauf abzielten, die Kommunikationskanäle
zu öffnen uns sie zum Zuhören zu befähigen, damit sie voneinander
lernen können. Shavit hofft, daß das schwedische Festival nur
ein erster Schritt der Beziehungen zwischen dem Efroni- und Terra Santa
Chor sein wird. Zukünftige gemeinsame Konzerte sind geplant und dem
guten Willen und den entstandenen Freundschaften soll eine Chance zum Weitermachen
gegeben werden. Shavit betonte, daß die Chance für einen echten
Frieden nicht nur in den Händen der Politiker liegt, sondern auch in
denen der Künstler und Kinder.
Äthiopische Tanzgruppe rüttelt alles auf
Sie kamen bei Nacht und Nebel in heimlichen, abenteuerlichen Rettungsaktionen
nach Israel, die Operation Moses und Salomon hießen. Als sie dann
in Israel waren, fügten die äthiopischen Juden ein neues Steinchen
zu dem schon sehr unterschiedlichen ethnischen Mosaik hinzu. Jetzt hat eine
Handvoll junger Äthiopischer Universitätsstudenten mit Hilfe der
alt bekannten Choreografin, Kritikerin und Lehrerin Ruth Eshel begonnen,
die örtliche Tanzszene mit ihrer Kunst und Tradition anzureichern.
Sie haben zusammen das Eskesta-Tanz- Theater gegründet. Vier äthiopische
Lehramt-Studenten aus Eschels Kurs für Bewegungskomposition gründeten
eine 11 Mann starke Tanzgruppe. Vieles aus dem ersten künstlerischen
Programm der Gruppe entstand aus den Improvationsübungen. Der Name
"Eskesta" ist der amharische Begriff für die typischen Schulterbewegungen
des äthiopischen Tanzes.
Das dreiteilige Programm ist inspiriert von Elementen und Motiven aus
der äthiopischen jüdischen Tradition: Antike Gebetsgesänge
in Ghez, die heilige Sprache, gelehrt von den Kesim, den Rabbis der äthiopischen
Gemeinden, sowie liturgische Gebräuche und Rituale und auch Kinderspiele.
Die Tänzer tragen einfache natürliche Baumwollkleidung und unterstützen
die musikalische Begleitung mit Singen, Trommeln, Pfeifen und Klatschen.
Seit seiner Gründung ist die Gruppe überall im ganzen Land
aufgetreten, auf dem Karmiel Tanzfestival und auf dem internationalen jüdischen
Musikfestival in Paris "citè de la musique". Sie wird von
der Universität Haifa und von der JDC-Israel unterstützt.
Kibbutz-Dance Company:
Neue Reisen und eine Rückkehr in die Vergangenheit
Es begann 1991 und ist heute eine alljährliche Tradition: Die Kibbutz-Dance
Company stellt eine völlig neue Produktion ihres künstlerischen
Direktors Rami Be'er beim Karmiel Dance Festival vor. Massa Sod (Heimliche
Reise) ist ein 70minütiges Stück für 12 Tänzer. Es ist
zusammengestellt aus einer Serie von Einzelteilen, unter anderem ein ergreifendes
Pas de deux für zwei Männer, das den Eindruck einer geheimnisvollen
inneren Reise hinterläßt. Es ist typisch für Be'er, daß
er gerne jegliche Interpretation dem Zuschauer überläßt.
Diese intime, minimalistische Arbeit ist charakteristisch für Be'er,
nämlich Duette und architektonische Stützen (z.B. hölzerne
Stufen, die Bewegungsebenen variieren). Ende Mai ging die Kibbutz-Dance-Company
mit ihrem signifikanten Stück über den Holocaust "Aide Memoire"
nach Polen und trat dort achtmal in folgenden Städten auf: Warschau,
Lodz, Krakau und Gedynia. Die Gruppe spielte vor ausverkauften Häusern
und erhielt schwärmerische Rezensionen und ausführliche Presseberichte.
Die Ergriffenheit von Publikum und Tänzern wurde noch verstärkt
durch die Rückkehr nach Polen von Yehudit Arnon, die Gründerin
der Gruppe, die vor 52 Jahren Auschwitz überlebte und deren erster
Tanz im Lager aufgeführt wurde. "Aide Memoire" ist in internationalen
Kreisen sehr stark gefragt und es gibt schon Buchungen für 1997/98.
In diesem Oktober werden sie in Argentinien (Buenos Aires), Brasilien (Porto
Alegre) und Chile (Santiago) und beim Herbstfestival in Madrid auftreten.
Im März 98 werden sie das Stück in die USA und nach Kanada mitnehmen.
Auch für Frankreich, Deutschland, Holland und Singapur sind 1998 Tourneen
geplant.
Kol d´mama bringt neues Werk zur europäischen
Kulturmetropole
Die Tanzgruppe Kol d'mama unter der Leitung von Moshe Efrati wird ihr
neues Stück "Anti Mehikon" im September zum internationalen
Saloniki Festival präsentieren. Das 70minütige Stück
von Efrati, der Begründer von Kol'dmama und Israel-Preisträger
behandelt das Vergessen und Unterdrücken von Erinnerungen als Möglichkeit,
von der Vergangenheit wegzukommen. Efrati hat die meisten Teile seines Stückes
komponiert und das dazugehörige Videoclip herausgegeben. Es zeigt Persönlichkeiten,
die Efrati im Laufe der Jahre beeinflußt haben, wie A.B. Yehoshua,
Amos Kenan, Yitzhak Rabin, Dahn Ben-Amotz, Yitzhak Navon.
Jugend und Kunst auf der Venedig Biennale
Die jungen preisgekrönten Künstler, die von der Kuratorin Sarah
Breitberg Semel ausgewählt wurden, um Israel auf der 47. Biennale
in Venedig zu repräsentieren, heißen: Yossi Breger, Miriam Cabessa
und Sigalit Landau. Die Ausstellung im israelischen Pavillon ist überschrieben:
"Reibung: Ich Körper Ich Sprache Ich + Du" und
deutet mit den Worten von Breitberg-Semel ein Problem an, das in diesen
Krisenzeiten unzureichend beachtet ist: "Der Widerstand des Einzelnen
den Systemen gegenüber, die ihn umgeben und ihn ängstigen, daß
er um sein Selbstsein beraubt wird".
Yossi Breger, der an der Bezalel Akademie für Kunst graduiert hat,
postiert sein "Ich" inmitten einer Scheibe von Sprache, in der
er sich bemüht, einen Zipfel Individualität zu retten. Seine Arbeit
"Unbenannt, 1997" besteht aus 62 roten Leinwandstücken, auf
die er Worte und Nummern mit Schablone geschrieben hat. Die kleinen Leinwandstücke,
die in einem Rechteck an die Wand gehängt sind, erscheinen aus der
Entfernung, wie eine vibrierende Scheibe von Worten einen Sprachscheibe,
mit der der Betrachter Verbindung hat.
Miriam Cabessa hat am künstlerischen Lehrer-College in Ramat Hasharon
graduiert. Sie stellt 20 dunkle einfarbige Ölgemälde auf Stein
aus. Ihr "Ich" ist der Körper, die letzte Barrikade des Selbst,
dessen physische Bewegung für ihre greifbare Kreation verantwortlich
ist.
Sigalit Landau, die ebenfalls in Bezalel graduiert hat, kreierte eine
Installation für die Biennale "ansässiger Fremder II".
Es ist eine Berglandschaft, die sich in den Rändern eines Schiffscontainers
ergießt, der neben dem Eingang zu den Biennalegärten steht. Ihre
Arbeit beschäftigt sich mit Örtlichkeiten, besonders Örtlichkeiten
von Konflikten, wo das Schwache mit dem Starken aufeinander trifft. Ihr
"Ich" versucht einen Platz für sich und andere, besonders
für die Unterdrückten zu schaffen.
Der Israelische Pavillon auf der Venedig Biennale wird vom Ministerium
für Erziehung, Kultur und Sport und vom Auswärtigen Amt unterstützt.
Jerusalemer Filmfestival weitet den Schwerpunkt
auf israelische Filme aus
Das 14te internationale Jerusalemer Filmfestival nimmt diesen Juli mit
der Vorstellung eines neuen Wettbewerbes für israelische Fernsehdramen
seinen Lauf und erweitert damit die Palette für inner-israelische Produktionen.
Außer den 180 Filmen aus 60 Ländern, die unter seiner Schirmherrschaft
gezeigt werden (eingeschlossen sind vier Filme aus dem Iran), wird das Festival
auch 25 original israelische Produktionen zeigen. Dabei ist es gleichgültig,
ob es sich um Spielfilme, Kurzfilme, Dokumentationen, Fernseh- oder Studentenfilme
handelt.
Zum erstenmal werden sich sieben israelische Fernseh- Dramen um den Anat-Farhi-Preis
bewerben. Andere Wettbewerbe gehen um den Wolgin-Preis für israelisches
Kino ( Spielfilme, Kurzfilm und Dokumentarfilme), den Lipper-Preis für
das beste israelische Fernsehspiel, den Wim-van-Leer-Preis "Im Geiste
der Freiheit" (ein internationaler Wettbewerb für den besten Spielfilm
oder der Dokumentation der die ewige menschliche Suche nach Freiheit und
Menschenrechten thematisiert). Außerdem geht es um den Wim-van-Leer-Preis
für Gymnasiasten (junge Filmemacher aus 37 israelischen Gymnasien mit
Filmprogrammen) und einen Preis für Filme, die sich mit jüdischen
Themen beschäftigen.
Vier neue Filme werden uraufgeführt und im Wolgin-Wettbewerb für
israelische Langzeitspielfilme um eine Summe von NIS 120.000 wetteifern:
- "Beep", von Amit Hecht. Produziert von L. und A. Cassirer,
Amit Hecht.
- "Minotaur" von Jonathan Tammuz. Produziert von Micky Rabinowitz
, David Silber, Dan Turgeman.
- "Afula Express" von Julie Shles. Produziert von Assaf Amir.
- "The Milky Way" von Ali Nassar"
Zehn Dokumentarfilme und zwölf Kurzfilme werden sich in ihrer jeweiligen
Kategorie für den Wolgin-Preis bewerben. Drei israelische Filme nehmen
neben 16 internationalen Produktionen an dem Wettbewerb " In the Spirit
of Freedom" teil. Das Festival findet in der Jerusalemer Cinemateque
mit Blick über die Altstadt statt . Geleitet wird es von der Gründerin,
Lia van Leer. Es ist der ursprüngliche Schauplatz für israelische
Premieren und ein beliebter Sammelplatz für Filmemacher und Filmliebhaber
aus Israel und der Welt. Weitere Informationen über das Festival kann
man auf der Internetseite der Cinematheque finden: http://www.jer.sine.org.il/html/festl
4e.htm.
Karmiel setzt den besten Schritt voraus zum zehnten
Jahrestag
Tausende von Tänzern und hunderttausende von Zuschauern werden in
der galiläischen Stadt Karmiel erwartet, wenn dort das größte
israelische Tanzfestival sein zehnjähriges Bestehen unter der Flagge
"100 Jahre Zionismus" feiert. Folkloregruppen und ethnische Tanzgruppen
aus Israel und aller Welt werden sich die Bühne teilen mit klassischen
und modernen Gruppen, wie das Israel Ballett, das Koreanische Nationalballett,
die Kibbutz-Contemporary-Dance-Company, Hongkongs City-Contemporary-Dance-Company
und die Pact-Dance-Company aus Südafrika. Sowohl das Israel Ballett
als auch die Kibbutz-Dance-Company werden mit Stücken aufwarten, die
sie speziell für dieses Festival kreiert haben.
Filme
Zwei israelische Filmemacher im Kurzfilm-Wettbewerb in Cannes
Im offiziellen Kurzfilmwettbewerb während des Filmfestivals in Cannes
1997 wurden Kurzfilme von zwei israelischen Filmemachern gezeigt. Der eine
von ihnen arbeitet in Tel Aviv, der andere in Deutschland.
Ayelet Bargur, eine Gewinnerin der Camera Obscura, präsentierte
ihre Arbeit "A good place to be" (Makom tow), eine liebevolle
Betrachtung eines alternden Paares auf der Suche nach dem richtigen Beerdigungsplatz.
Der Zeichner Gil Alkabetz, der in den vergangenen Jahren in Deutschland
gearbeitet hat, brachte seinen lebendigen Kurzfilm "Rubicon" auf
die Leinwand und repräsentierte Deutschland in diesem Wettbewerb.
Die israelischen Filmemacher unter einem "Cyber-Dach"
Die INDIC (Independent Israeli Cinema) Netzseite ist seit Kurzem ausgedehnt
worden und umfaßt jetzt Dutzende von homepages für israelische
Film- und Fernsehproduzenten, Direktoren, Stückeschreibern usw. Unter
den Filmproduzenten, die homepages eröffnet haben, sind Marek Rozenbaum,
Chaim Sharir, Michal Bat-Adam, Moshe Mizrahi, Movit, Anat Assoulin, Amoz
Gitai, Eitan Even, Eran Ricklis, Nadav Levitan, Judd Neéman und viele
andere. Jede homepage hält auch Querverweise zu Filmseiten mit Informationen
und Fotos von den verschiedenen Filmen bereit. INDIC erhält einige
15 tausend Anfragen pro Monat von Wirtschaftsunternehmen in Israel und im
Ausland.
INDIC´s Internet-Adresse lautet: http://www.indic.co.il.
Die e-mail Adresse lautet: indiclub@ actcom.co.il.
"Marco Polo" ein Erfolg in Cannes
Nach Aufführungen auf dem internationalen Filmmarkt der 97er Filmfestspiele
in Cannes brachte Rafi Bukai's "Marco Polo" lebhafte Geschäfte
für seinen Verleger, Capitol Films aus London. Mit zahlreichen Ländern
wurden Verträge abgeschlossen, u.a. mit Spanien, Deutschland, China,
Chile, Taiwan, Ungarn, Tschechische Republik, Island, Indonesien, Malaysia,
Mexico, Polen, Pakistan, Rumänien, Rußland, Singapur, Brunei,
Thailand, Türkei, und die skandinavischen Länder.
NEUE FILME VERÖFFENTLICHT:
"Black and White is Full of Colours" (Shahor lavan zeh tzivoni)
Dokumentarfilm:
Die therapeutische und ausdauernde Kraft der Kunst angesichts des Schreckens
und der Unmenschlichkeit des Holocausts das war das Geschenk des Wiener
Künstlers Friedl Dicker-Brandeis an die Kinder im KZ Theresienstadt.
Dieser bewegende Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer bemerkenswerten
Frau, eine begabte Bauhaus-Künstlerin, die fortgespült wurde von
den schrecklichen Ereignissen der Nazizeit, die aber in der Lage war, einen
Lichtstrahl in die Kreativität der Kinder in Theresienstadt zu bringen,
indem sie sie in Kunst unterrichtete, bis sie selbst in Auschwitz umkam.
Zwei vergessene Koffer in einer Eingangshalle in Theresienstadt enthielten
etwa 5000 Gemälde der Kinder im Lager eine lebendige Erinnerung
an ihren Geist. Der 56minütige Film, der in der Tschechischen Republik,
Wien, der Schweiz, New York und Israel gedreht wurde, ist die erste israelisch-tschechische
Co-Produktion. Der Film wurde bereits auf Festivals rund um die Welt gezeigt,
so bei der UNESCO, in New York, Denver, und der INPUT 97. Diektor: Tamir
Paul, Produzent: Alona Abt.
"Jewish Vendetta" (Nekama yehudit) Spiel-Film:
Seit vielen Jahren schon verdächtigt Nathan Ilgoyev, ein russischer
Immigrant mittleren Alters, seine Frau der Untreue. Er simuliert einen Herzinfarkt
und täuscht sein Sterben mit einem verzweifelten Kampf vor, um ein
Geständnis seiner Frau zu erhalten. Es funktioniert, und er erfährt,
daß seine Frau tatsächlich eine Affäre mit seinem besten
Freund in Rußland vor 30 Jahren hatte. Er springt von seinem Sterbebett
auf und stürmt nach Rußland, um seinen besten Freund zu ermorden
und so seine Ehre wieder herzustellen. In Rußland angekommen, werden
seine Rachebemühungen von seinem Sohn, der ihn begleitet, sowie der
örtlichen russischen Mafia unterstützt, die seine besten Freund
auch lieber tot sähen. Nathan und die Mafia beeilen sich, die Unternehmung
zu beenden, aber mit überraschenden Ergebnissen.
Direktor: Alexander Shabatayev. Produziert von Marek Rozenbaum, Riki
Shelah, Gadi Kastel, Zvi Shapira und Pavel Douvidzon.
Musik
Bernstein-Wettbewerb 1997 setzt Schwerpunkt auf Komponisten
Der internationale Leonard Bernstein-Wettbewerb in Jerusalem ist in diesem
Jahr der Komposition gewidmet. Thema für diesen Wettbewerb, der im
Dreijahres -Rhythmus stattfindet, ist die Bibel und andere heilige Schriften,
aber auch weltliche Dichtung und Literatur, die entweder in Jerusalem geschrieben,
von Jerusalem inspiriert, oder in irgendeiner anderen Form mit der Stadt
verbunden ist. In der ersten Runde boten Komponisten im Alter von 21- 67
aus 40 Ländern 159 bisher unveröffentlichte Stücke für
Orchester oder Kammermusik dar. Von den 39 Stücken, die in das Halbfinale
kamen, wurden sechs Stücke für die Endausscheidung gewählt.
Unter ihnen auch "Wenn ich Dich vergesse, Jerusalem" von Gabriel
Irani und Stücke aus Argentienien, Spanien, Korea, Frankreich und Italien.
Sie werden vom 29. Nov. bis 3. Dez. vom Jerusalemer Synphonie-Orchester
aufgeführt.
Komponist Gil Shohat bei Ricordi unter Vertrag
Der berühmte italienische Musikverlag Ricordi hat soeben seinen
jüngsten Komponisten und ersten Israeli unter Vertrag genommen: Gil
Shohat. Der 23jährige Israeli, der seinen Ph.D. in Italien macht, schrieb
eines der beiden typisch israelischen Stücke, die gerade ausgewählt
wurden, um an der neunten Arthur-Rubinstein-Klaviermeisterschaft teilzunehmen.
Sie findet im März 98 in Tel Aviv statt. Ein anderes neues Stück
von Shohat "Der Wasserspiegel" für Streicher und Harfe, das
dem gleichnamigen Gedicht von Yehuda Amichai nachempfunden ist, hatte seine
Premiere Anfang Juni im Piccolo Theatro in Mailand. In der nächsten
Saison wird der Moran-Kinderchor seine neue Kurzoper vorstellen, die nach
der Geschichte "Der Kleine Prinz" geschrieben ist. Das Jerusalemer
Synphonie-Orchester wird Shohats neues synphonisches Werk "Dry Bones
Vision" spielen.
Theater
Das Gesher-Theater erobert England im Sturm
Ausverkaufte Häuser, zahlreiche Vorhänge, glühende Rezensionen,
und britische Pressevermerke über Gesher, eine der weltberühmten
Theatergruppen , begleiteten diese auf ihrer ersten England-Tournee im Mai/Juni
des Jahres. Die Inszenierung von Gesher von Yehoshua Sobols "Village"
wurde 25 mal in fünf Städten in fünf Wochen gespielt. Die
Tournee gipfelte in einer Reihe von Aufführungen im Londoner Lyric
Theatre, das schon Wochen im Voraus ausverkauft war. "Großartig"
(Daily Telegraph), "eine der bemerkenswerteren Gruppen in der Dramawelt"
(Times), "eines der führenden Ensembles der Welt" (Observer),
waren nur einige Äußerungen, die in den Kritiken zur Beschreibung
der jungen Truppe benutzt wurden. Es wird sogar davon gesprochen, daß
das Nationaltheater über eine englischsprachige Inszenierung dieses
Erfolgsstückes nachdenkt. |